Die Bank!

Immer, wenn Du denkst…

…Du siehst nichts mehr, kommt irgendwo was Gelbes her! Heute war es wieder Zeit für den Sonntags-Spaziergang. Das schöne an der Natur ist unter anderem, dass das gleiche Fleckchen Erde, doch irgendwie immer anders wirkt. Was für ein Nebel!

Maximal 50 Meter Sichtweite. Doch wer jemals bezweifelt hat, dass Signalkleidung etwas bringt, dem kann ich heute das Gegenteil beweisen: Signalkleidung sticht einfach mal ins Auge, auch bei Nebel. Wir Heimeröder gehen da auf Nummer sicher.

Die Gipskuhle aus der Luft aufgenommen

Die Gipskuhle

Nach hinten raus… gibt es bei uns auf jeden Fall die Gipskuhle. Früher, als ich noch jung war, war sie ein mit Tannen bepflanztes Wäldchen mit einer idyllischen Kuhle in der Mitte. Legende zahlreicher wilder Partys und Kindergeschichten über die Zwergenhöhle. Bis, ja bis der BUND die Renaturierung in Angriff nahm und erstmal alles platt machte.

Ich muss zugeben, ich war damals Mitglied einer renitenten „Wir wollen das nicht“ Gruppe. Haben die Arbeiter übelst beschimpft, dachten über Molotow Cocktails nach, um die Arbeiten zu torpedieren, wildeste Pläne geschmiedet, wie wir das wohl verhindern könnten… Na ja, ein bißchen übertrieben, aber einverstanden waren wir nicht.

Weil wir damals noch nicht sehen konnten, was heute daraus geworden ist. Heute, viele Jahre später, ist die Gipskuhle ist ein echter Hingucker geworden und es lohnt sich einfach mal vorbeizukommen und reinzuschauen. Für alle Interessierten hier ein Video:

Drohnenflug über die Gipskuhle
Riesen-Schaf in Heimerode entdeckt!

Riesen-Schaf in Heimerode entdeckt!

Auch in Heimerode ist nicht jeder Tag wie der andere. Manchmal passieren Dinge, die ahnt man nicht mal im Entferntesten… Der Sonntagnachmittag-Spaziergang führte wieder mal nach hinten raus an der Gipskuhle vorbei. Hinter der Gipskuhle begegnete uns erst eine Horde Ziegen. Kleine Schaukämpfe inklusive. Imponiergehabe, nehme ich an.

Wie dem auch sei, 30 Meter weiter kamen die besagten Schafe. Auf den ersten Blick nicht so ungewöhnlich, bis auf die 1-2 verirrten Ziegen in der Horde. Aber dann war es plötzlich da – auffällig groß und bunt: das RIESEN-SCHAF!

Ich vermute, es ist der Anführer der Truppe. Das kennt man ja, die größten Schafe, sind meistens die Anführer. Ich hatte lange überlegt, ob ich aus der Story eine große Nummer mache. Aber mal ehrlich, wenn das raus ist: Neugierige Tagestouristen noch und nöcher – dann wäre es vorbei mit der Idylle, in unserem schönen Heimeröder Umland. Nein, das will doch keiner…

Sonnenuntergang Galgenberg und Flöteberg

Nach hinten raus…

Es gibt so Dinge im Leben, die wirken erst nach hinten raus. Ein richtig guter Grappa zum Beispiel. Oder ein Chili. Oder eben Heimerode.

Autofahrer auf der L500 nehmen Heimerode maximal 5 Sekunden wahr – von Othfresen kommend ist an der ersten Ausfahrt „Bergstr.“ wegen des in die Umgebung äußerst harmonisch eingebetteten Blitzers bereits „höschte Konzentration“ gefordert. Wenn man diese Konzentrationsaufgabe gemeistert hat, dürfte man auch schon an Heimerode vorbei sein! Ok, vielleicht hat man noch die Ampel an der mittleren Ausfahrt wahrgenommen, ein bis zwei von den auffälligen Gärten an der L500 – das ist es dann aber auch schon gewesen. Aus Richtung Liebenburg, also aus der entgegengesetzten Richtung, kommt die Blitzeranlage zwar erst gegen Ende der Ortschaft, der Heimerode-Erlebnisfaktor ist aber sehr ähnlich.

Eigentlich schade. Denn nach hinten raus haben wir ein paar Ecken, die durchaus sehenswert sind: Flötheberg, Galgenberg, Gipskuhle, die Bärenköpfe… Landleben halt. Wenn man hier nicht schon wohnen würde, könnte man hier auch mal Urlaub machen. Also das nächste Mal mit dem Kraftfahrzeug runter von der L500, rechts parken und dann zu Fuß durch den Ort nach hinten raus!